Montag, 28. Oktober 2013

Von Gärtnern und ihrem Gemüse - Buchbesprechung mit Verlosung


Was haben die Etagenzwiebel, Schluddererzen, Küttiger Rüebli, Ahrtaler Koksje und Baumspinat gemeinsam? Sie tragen Namen, die ich als leidenschaftliche Gemüseanbauerin noch nie in meinem Gärtnerleben gehört habe. Und: Sie alle sind Protagonisten im frisch erschienenen Buch „Die Vielfalt kehrt zurück. Alte Gemüsesorten nutzen und bewahren“ von Ina Sperl.

Auf knapp 200 Seiten widmet sich die Autorin alten, fast vergessenen Gemüsesorten. Zu Beginn gibt sie einen wirklich gut recherchierten Überblick darüber, was „alte Sorten“ sind, woher die Hybriden kommen, welche rechtlichen Bestimmungen in Deutschland herrschen und welche Initiativen sich seit langem um den Erhalt alter Sorten bemühen.

Im Anschluss portraitiert sie 15 leidenschaftliche GärtnerInnen. Sie erzählt deren Geschichten um das jeweilige Gemüse, zeigt auf, woher diese Verbundenheit stammt und nimmt den Leser mit zu einem Rundgang in den verschiedenen Gärten. Am Ende jedes einzelnen Gartenbesuchs finden sich unter der Rubrik „Was? Wann? Warum?“ konkrete Anbautipps, persönliche Ratschläge der Gärtner zu ihren Sorten, Hinweise zum Gewinnen der Samen und sogar Rezepte, von denen ein Großteil direkt auf meiner persönlichen Nachkochliste landete. Für all die, die nach der Lektüre erste eigene Versuche im Garten starten möchten oder eine längst vergessene Sorte wiederentdeckt haben, gibt es am Schluss Adressen und Infos zu Gärtnern, Vereinen und Initiativen.

Dass die Autorin selbst nicht nur leidenschaftliche Gärtnerin, sondern auch Journalistin ist, merkt man den wunderbar geschriebenen, liebevollen Texten an. Während das Layout frisch und frei daherkommt, sind nicht alle Fotos perfekt – und genau das macht das ganze Buch so sympathisch.

Ich musste es in einem Rutsch durchlesen, bin dankbar für die Erweiterung meines Gemüsehorizonts und jede Menge potenzielle Anbaukandidaten auf der heimischen Parzelle. Ich hoffe sehr, dass das Buch noch viele weitere Gemüse- und Bishernochnichtaberbald-Gärtner ansteckt. Was nach der Lektüre bleibt, ist der immer stärker aufkeimende Wunsch, mein eigenes Schrebergärtchen wäre spontan um einen kleinen Acker zu erweitern und ließe den Anbau von mindestens der Hälfte der vorgestellten Arten zu!

Und weil es so schön ist, verlose ich unter all denen, die hier bis zum 10. November einen Kommentar hinterlassen, ein Exemplar!



Schön, oder?

Kommentare:

  1. Hallo Dagmar,
    ich werfe meinen Hut in den Ring. Wenns wirklich so gut ist, haben wir sogar den Platz (wenn vielleicht auch nicht die Zeit) alles selber zu erproben.

    Baumspinat habe ich sogar schonmal angebaut, aber dann wieder aus dem Garten verbannt, ehe er sich aussamen konnte. Da ist mir wilde Melde lieber.

    LG
    Lorenz

    AntwortenLöschen
  2. Das hört sich sehr gut an, Baumspinat hab ich schonmal gehört, natürlich nicht gezogen - wo auch. Aber in meinem nächsten Garten werde ich vier Hochbeete haben, dann lege ich los!

    Sigrun

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Dagmar,

    ich finde das ganz toll, wenn sich Leute um solche alten Gemüse- und Obstsorten kümmern. Etagenzwiebeln habe ich sogar schon mal angepflanzt und die sind richtig gut geworden.
    Deine Aktion mit der Verlosung ist super. Vielleicht habe ich ja Glück.

    Liebe Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Dagmar, da hüpfe ich doch gerne ins Lostöpfchen den ich bin eine Bishernochnichtaberbald-Gärtnerin. In ein paar Wochen bekommen wir den Schlüssel für ein neues Zuhause, das auch endlich einen Garten beinhaltet. Ich freue mich so sehr darauf!
    Vielleicht habe ich ja Glück bei der Verlosung...
    Liebe Grüße
    Geli

    AntwortenLöschen
  5. Oh Dagmar, das ist spannend, ein Buch mit vergessenen Gemüsesorten! Ich finde es toll, dass es doch noch Gärtner gibt, die sich für die Vielfalt und regionale Besonderheiten einsetzen. Die Welt würde ärmer, wenn es nur noch 08/15 Gemüse gäbe.
    Lieben Gruß von Heike

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Dagmar,
    habe bei Amazon oder Ulmer eine Vorschau gesehen und fand das sehr schön. Es ist schön, wenn Leute noch die alten Samen vermehren und weitergeben. Also ich würde mich freuen, wenn ich das Buch gewinnen würde.

    AntwortenLöschen
  7. Oh mit Verlosung, Du kommst aber leider zu spät für mich, ich hatte Elkes (Günstig gärtnern) Rezension gelesen, und es mir daraufhin bestellt, müsste dieser Tage ankommen. Auch bei dir wird's für gut befunden, ich bin mal gespannt, ob ich eure Meinungen über das Buch teile.
    LG
    Sisah
    LG
    Sisah

    AntwortenLöschen
  8. Danke für den Tipp, vielleicht haben wir gerade noch einen Platz frei im Gartenbücherregal (unsere Rezensionen: http://www.bigcityranch.com/?page_id=3418).

    Lieben Gruß!

    AntwortenLöschen
  9. Ach, wie schön. Gerade jetzt, wo ich mich auch dem Gemüseziehen verschrieben hab. Es gibt so schöne Sorten! Ich würde mich sehr freuen, ein Buch zu gewinnen. Dann kann ich meine "Ausbeute" im nächsten Jahr optimieren... Viele Grüße.

    AntwortenLöschen
  10. Alte Gemüsesorten, wie schön! Ich habe auch schon etliches Arche-Noah-Saatgut ausprobiert, nicht immer erfolgreich, aber immer spannend! Deshalb wäre ich glücklich, das Buch zu gewinnen und noch mehr Tipps zu bekommen.
    LG Michaela

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Dagmar, schön sind Deine Buchvorstellungen. Brauchst Du noch buntes Gemüse oder hast Du schon genug? Und eine wirklich sehr nette Idee, Dein Gewinnspiel.
    LG Cordula

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Dagmar, die Teichrose hüpft auch in den Lostopf!

    Liebe Grüße
    die Teichrose

    AntwortenLöschen
  13. Gemüse baue ich bisher nur wenig an - weil ich mich zu wenig auskenne... Dabei gibt es nichts Gesünderes als Gemüse aus dem eigenen Garten. Viele Grüße!

    AntwortenLöschen
  14. Hallo Dagmar,
    jetzt bin ich gerade aus dem Urlaub zurück und holte mit Begeisterung das Buch von Anja aus dem Horrorgarten aus dem Briefkasten. Natürlich habe ich mich gleich drüber her gemacht und wen fand ich da.....na du weißt es ja. Sicher hast du nun auch ein Exemplar davon.
    Hier hast du eine tolle Rezension geschrieben. Im Dresdner Thalia gibt es einen Tisch mit den neusten Gartenbüchern von Ulmer und genau das Buch hatte ich in den Händen. Ist das jetzt o.k. mich noch mal um ein Buch zu bewerben? Ich kann gar nicht genug davon haben......für Gartenbücher ist immer noch Platz bei mir. Und auch im Garten ist noch Platz für neue Projekte. Mit Hochbeeten kann man auch ohne Steine gut Gärtnern.
    Ein schönes Wochenende noch
    LG Sigrun

    AntwortenLöschen
  15. Hallo Dagmar,
    das Buch ist wirklich klasse und sehr liebevoll gestaltet. Habe es bereits einmal verschenkt!
    Liebe Grüße
    Dagmar

    AntwortenLöschen
  16. Oje, das hätte ich ja fast verpasst! :-)
    Das Buch ist bestimmt total interessant!
    Ganz viele liebe Grüße
    sendet dir Urte

    AntwortenLöschen
  17. Klingt total interessant, das Buch. Sowas gefällt mir. Ich stöbere immer gern in Gartenbüchern, und möcht gern an der Verlosung teilnehmen.
    Muss ich mir gleich mal im Buchladen anschaun.
    Viele Grüße

    AntwortenLöschen
  18. Tolle Rezension, die Lust macht auf das Buch!

    AntwortenLöschen
  19. Die Rezension macht wirklich Lust auf mehr...

    AntwortenLöschen
  20. Hallo Dagmar,
    bin über Jutta auf dein Blog gelandet. Für die Verlosung ist es zu spät, aber nicht zu spät, mir dieses Buch zu meinem nahenden Geburtstag zu wünschen. Danke für den Post.
    LG Heidi

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...