Mittwoch, 18. September 2013

Süß-sauer eingelegte Paprika


Was wurde eigentlich aus Achim und Bernd? Die sind jetzt im Glas. Hatten sich zu echten Prachtexemplaren entwickelt und der Gärtnerin einen wahrhaften Erntesegen beschert. Der Platz auf dem Gemüsebeet im nächsten Jahr ist ihnen mehr als sicher!

Die Paprikasorte Mustafa, so ihr eigentlicher Name, ist eine früh und mehr als reich tragende Sorte, die aus dem Kosovo stammt. Meine Jungs kamen wunderbar klar mit den Berliner Wetterbedingungen auf der Parzelle. Die Früchte (etwa 15 pro Pflanze) sind mittelgroß, dickfleischig und schmecken recht mild – obwohl die eine oder andere Frucht auch etwas Schärfe entwickelt hat.


Sie schienen mir perfekt geeignet zum Einlegen. Schließlich gibt es nichts Schöneres als ein Küchenregal voller Schätzchen, die im Winter den Geschmack des Sommers zurückbringen. Deshalb musste das alte thüringische Familienrezept für saure Gurken herhalten. Meine Mutter und Großmütter wurden mit diesem Rezept schon so mancher Gurken-, Zwiebel- oder Zucchini-Schwemme Herr – vielleicht habt Ihr ja auch noch den ein oder anderen Kandidaten auf dem Beet, der es lohnt, eine süß-saure Behandlung zu erfahren und so vor dem sicheren Herbst gerettet zu werden!

Die Zutaten:
4 Liter Wasser
300 g Zucker
150 g Salz
¼ Flasche Essig Essenz (100 g)
2 EL Pfefferkörner
50 g Senfkörner
pro Glas eine Zehe Knoblauch
pro Glas eine mittelgroße Zwiebel
je nach Geschmack 1 Lorbeerblatt pro Glas

Wie viele Gläser man braucht, hängt natürlich von der Ernte-Menge ab, das Rezept lässt sich aber prima anpassen. Die ausgewaschenen Gläser und Schraubdeckel im Backofen bei 90 Grad für 10 min sterilisieren. In jedes Glas eine in Scheiben geschnittene Zwiebel und eine Knoblauchzehe geben. Darauf den in grobe Stücke geschnittenen Paprika schichten.

Wasser, Zucker, Salz, Essig (ich habe hier 50 g Essig Essenz und 150 g meines selbstgemachten Kräuteressigs benutzt), Pfeffer- und Senfkörner zusammen aufkochen, kurz simmern lassen und noch heiß über das Gemüse in die Gläser füllen (etwa bis 1 cm unter den Rand). Mit den Deckeln verschließen. Abkühlen und ein paar Tage ziehen lassen.

Ich habe die Gläser, um sie länger haltbar zu machen, noch heiß in eine mit heißem Wasser gefüllte Bratpfanne gestellt und für 1 Stunde bei 175 Grad Ofentemperatur einkochen lassen. So wie das Ergebnis schmeckt, hätte ich mir das sparen können, sie schmecken einfach zu gut!



Sonntag, 15. September 2013

Vollkommen versöhnt...


... bin ich mit dem Herbst, wenn ich mir meine fette Beute ansehe! Wirft das Gärtchen zwar den ganzen Sommer über schöne Früchte ab, kommt die wahrhaft reiche Ernte immer im September. Die Äpfel werden reif, die Kürbisse fangen an zu leuchten, der Kohl steht fett im Feld, die Roten Beete werden kugelrund und die Tomaten geben ihr Letztes.

Und irgendwie ist es gerade überhaupt nicht schlimm, dass es kühler wird und ich vor der nahenden Dämmerung auf der Parzelle fliehe. Ich schleppe stolz all meine Früchtchen an den städtischen Herd. Die erste Ladung Apfelmus ist durch, im Ofen simmert das Pflaumenmus vor sich hin, die Kürbissuppe köchelt. Was für ein versöhnlicher Geruch! Da kann man dem Herbst doch nicht wirklich nicht länger böse sein, oder?



Ich bin ja immer etwas geizig mit dem Platz - drum: wer ranken muss,
kann schließlich auch in die Höhe ranken. Die Gurken an den Rosen-
Rankgerüsten haben sich prächtig gemacht
Paprika Ference Tender - ein echter Freiland-Kandidat mit riesigem Ertrag
Rote Beete Moulin Rouge
Flaschentomate Agro F1. Die perfekte Soßentomate
Cocktailtomate Sungold F1, Sieger in irgendeinem
englischen Geschmackstest. Ich mag ihr perfektes
Farbenspiel


Dienstag, 10. September 2013

Den Sommer verlängern


Man kann ihn ja nicht mehr verleugnen, den Herbst. Früher fiel mir der Abschied vom Sommer immer sehr schwer, doch seit ich meine Parzelle habe, konnte ich meinen Frieden mit ihm machen. Ich genieße das intensive Licht, das letzte Aufbäumen all der Pflanzen und natürlich die reiche Ernte. Schleppe alles nach Hause in die Stadtwohnung und gönne dem Gärtchen ein wenig Ruhe.

Und doch nutze ich natürlich jede Gelegenheit, den Sommer für ein paar Stunden zurückzuholen. Womit könnte das besser gelingen als mit „einem Liter Sonne im Glas“? Vor ein paar Wochen haben einige BloggerInnen schon über die wunderbaren Sonnengläser berichtet (hier oder hier oder hier) und natürlich musste ich sie unbedingt auch haben!

Zugegeben, ganz preiswert sind sie nicht. Doch wer sich jemals einen schönen Sommerabend mit ihnen versüßt hat, wird kaum auf sie verzichten wollen. Etwas skeptisch war ich schon, ob denn das Licht auch wirklich ein warmes Licht ist. Finde ich doch das kalte, meist blaue Licht, dass die Kollegen aus dem Baumarkt verbreiten, die den Eingang zu so manchem, am Tage wirklich schönen Garten säumen, einfach nur grauenhaft.

Ich wurde aber eines Besseren belehrt. Das Sonnenglas ist praktisch ein Einweckglas mit Deckel, in dem sich LED-Leuchten befinden, die über Solarzellen im Deckel aufgeladen werden. Stellt man sie tagsüber in der Sonne auf, werden die LED-Akkus aufgeladen und verbreiten später für viele Stunden weiches und keinesfalls blendendes Licht. Der Henkel am Deckel ist sehr stabil und hielt schon so manchem Spaziergang im Dunkeln stand!

Kurzum: Ich kann die Sonnengläser nur empfehlen! Und werde mir meine Schätzchen nun von der Parzelle auf den heimischen Balkon holen und den Sommer verlängern!

Alle Infos dazu unter www.sonnenglas.net. Bestellbar auch ganz bequem über Amazon.





Und noch etwas, das mir sehr am Herzen liegt: Vielen Dank für all die lieben Worte zu meinem letzten Post! Ich habe mich sehr gefreut und sollte ich mal wieder Zweifel bekommen, werde ich einfach all Eure wundervollen Kommentare noch mal und noch mal lesen!


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