Dienstag, 16. Juli 2013

Meine Sommer-Marmeladen 2013


Was nützen die coolsten Etiketten ohne Marmeladenrezepte? Anbei meine versprochenen Favoriten der Saison.

Sauerkirsch-Amaretto-Konfitüre
1 kg gewaschene und entsteinte Sauerkirschen
500 g Gelierzucker 2:1
Saft einer halben Zitrone
1-2 cl Amaretto

Die Sauerkirschen und den Gelierzucker in einem großen Topf verrühren und ca. 1 Stunde stehen lassen. Der Zucker löst den Saft aus den Kirschen. Die Masse zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Wer die Konfitüre nicht ganz so stückig mag, kann kurz den Mixstab hineinhalten (Achtung: Sauerkirschsaft färbt weiße Küchenwände wunderbar pink). Schaum mit einer Schaumkelle abschöpfen. Ganz am Ende der Kochzeit den Zitronensaft und Amaretto zufügen. Die fertige Konfitüre in ausgespülte Gläser geben, die zuvor 10 min bei 90 Grad im Backofen sterilisiert wurden. Die Deckel aufschrauben und die Gläser mit dem Deckel nach unten abkühlen lassen. Der Amaretto verleiht der Konfitüre einen wunderbaren Hauch Marzipangeschmack. 

Und übrigens: Für diese Konfitüre geht mein Emil nachts noch mal zum Späti, wenn kein Amaretto im Hause ist.


Stachelbeer-Süßkirsch-Marmelade
600 g geputzte Stachelbeeren
400 entsteinte und halbierte Süßkirschen
500 g Gelierzucker 2:1
Saft einer halben Zitrone

Die Stachelbeeren, Kirschen und Gelierzucker in einen großen Topf geben und mit dem Gelierzucker verrühren, kurz stehen lassen. Dann die Masse zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Schaum abschöpfen. Ganz am Ende der Kochzeit den Zitronensaft zufügen. Die fertige Marmelade in ausgespülte Gläser geben, die zuvor 10 min bei 90 Grad im Backofen sterilisiert wurden. Die Deckel aufschrauben und die Gläser mit dem Deckel nach unten abkühlen lassen.
Ich finde es schön, die Marmelade farblich zu sortieren – entweder verwendet man grüne Stachelbeeren und helle Kirschen oder rote Stachelbeeren und dunkle Kirschen. Die Säure der Stachelbeeren und die Süße der Kirsche ergeben einen sehr feinen Sommergeschmack.


Mrs. Perfekt – Schwarze Johannisbeer-Stachelbeer-Konfitüre
Der absolute All-Time-Favorit meiner Familie nach einem uralten Rezept aus der PRAMO (jawoll, die alte DDR-Modezeitschrift, Praktische Mode)!

500 g schwarze Johannisbeeren
500 g Stachelbeeren
1000 g Gelierzucker 1:1
1 cl Kognak

Die Johannisbeeren und die geputzten Stachelbeeren mit dem Gelierzucker mischen und zum Kochen bringen, dann 4 min sprudelnd kochen lassen und den Schaum abschöpfen. Ganz am Ende den Kognak hinzufügen (ich hasse Kognak, aber hier gehört er unbedingt hinein). Die Konfitüre in saubere Gläser geben, die zuvor 10 min bei 90 Grad im Backofen sterilisiert wurden. Die Deckel aufschrauben und die Gläser mit dem Deckel nach unten abkühlen lassen.
Wer etwas herber mag, wird diese Konfitüre lieben! Ein Sommer ohne sie ist einfach kein Sommer!

Gutes Gelingen!



Sonntag, 14. Juli 2013

Endlich mal schicke Etiketten - Jam Labelizer


Es ist Beerenzeit im Garten. Und oh Wunder – die Vögel hatten ein Nachsehen mit mir! Auch ich darf noch ernten! Natürlich sind, wie jedes Jahr, alle Beeren gleichzeitig reif. Und die Sauerkirschen auch. Die perfekte Zeit also, um Marmelade zu kochen.

In diesem Jahr wollte ich nicht nur ein paar neue Sorten ausprobieren, sondern endlich auch mal einheitliche Gläser verwenden. (Zugegebenermaßen bin ich etwas eigen, was die Ordnung auf dem Frühstückstisch angeht.) Und eckig sollten sie sein, schließlich müssen sie, bevor sie auf den Tisch dürfen, im Billi-Regal ausharren. In der Stadtwohnung zählt schließlich jeder Zentimeter Stauraum. Gefunden habe ich sie bei www.glaeserundflaschen.de - sehr zu empfehlen!

Schön aussehen sollte der „Sommer im Glas“ zur Abwechslung auch mal. Was habe ich nicht schon alles ausprobiert! Schildchen beschrieben oder gedruckt, ausgeschnitten, aufgeklebt oder umgehängt. Ziemlich viel Gefrickel! 

Eine wirklich coole Lösung ist der Jam Labelizer, ein Internettool, mit dem man seine eigenen Etiketten gestalten kann. Das eigens kreierte Etikett lässt sich entweder direkt ausdrucken oder als JPG speichern. Der Vorteil: Man kann gleich ein Dutzend davon auf vollflächigen A4-Adressaufklebern drucken, ausschneiden und die Gläschen standesgemäß verzieren.

In den nächsten Tagen folgen ein paar meiner Lieblingsrezepte. 






Donnerstag, 11. Juli 2013

Hochsommer bei Pelle/Parzelle


Ruhig ist es geworden in meinem Blog. Das liegt daran, dass ich dieses Jahr den Garten in vollen Zügen genieße. Nicht, dass ich das nicht schon immer getan hätte, doch nach fast drei Jahren stehen die neuen Parzelleninsassen allesamt das erste Mal in ihrer vollen Pracht und fügen sich perfekt in den Reigen der „Alten“ ein. Und so sitze ich unterm ollen Apfelbaum und bin einfach nur entzückt.

Am schönsten sind die lauen Sommerabende, wenn die Vögel mir um die Ohren schwirren und sagen, dass es nun wohl an der Zeit wäre, mich zu verkrümeln. Schließlich wohnen sie dort und nicht ich. Wenn die Meisen mir die letzten Kekskrümel aus der Hand picken, die Igel unter der Hecke hervor kriechen und dabei Geräusche machen, als wären sie mindestens kleine Wildschweine. Wenn die weißen Riesenblüten der Annabelle-Hortensien im Dämmerlicht leuchten und die Frösche der Nachbarteiche zum letzten Quaken anheben.

Es ist Sommer in Berlin! Und das ist auch gut so.

Ganz hinten steht auch noch 'ne Laube
Untrügliches Zeichen für Sommer - der Phlox blüht. Hier der weiße aus
Omas Garten
Ebenso untrüglich - es ist Taglilienzeit. Hier Ed Murray.
Meine neue Liebe - Zinnien. Gezogen aus Samen von Annette,
der Staudenkönigin.
Dieselbe Zinnie, einen Tag später.
Die letzten Rosen blühen - Augusta Luise.
Eden 85, dieses Jahr quietschrosa. 
Biedermeier. 
Stockrosen. Sommer, oder?





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