Sonntag, 31. März 2013

Anblühen gegen den Winter – Giardina II


Schnee gehört sich nicht zu dieser Zeit hier in Berlin – nicht am letzten Tag des März und schon gleich gar nicht zu Ostern. Finde ich jedenfalls. Ein Blick aus dem Fenster zeigt jedoch: Schnee. Der ganze Garten ist voll davon. Doch es gibt Hoffnung: Seit sage und schreibe ganzen 5 Stunden schneit es schon nicht mehr. Ist das nicht großartig?

Zur Feier des Tages und zur Heilung aller angekratzten Gärtnerseelen kommt hier die volle Dosis Blümchenfotos, aufgenommen auf der Giardina in Zürich vor vierzehn Tagen. Ich wünsche Euch noch ein schönes Osterfest!





Ranunkeln.... 
... Ranunkeln. Ich liebe sie!
Inszenierte Frittilaria
Besuch bei den Floristen


Und hier meine beiden Lieblingsfotos!






Sonntag, 24. März 2013

Achim und Bernd



Fällt Euch irgendwas auf an diesem Bild? Nein? Dann schaut mal, wie meine Pflänzchen heißen!

Ich gebe zu, ich bin meiner Familie manchmal unheimlich. Im Moment sogar sehr. Denn es gibt gerade kein Fensterbrett in unserer Wohnung, das in irgendeiner Form normal genutzt werden könnte. Jedes einzelne steht voller ungeduldiger Planzenbabies – und täglich schlüpfen neue.

Die Paprika und Chilies sind nun schon aus dem Gröbsten raus und wachsen brav vor sich hin. Um sie auseinanderhalten zu können, erhielten sie selbstverständlich Namensschilder. Bis gestern standen darauf auch Namen wie Capela, Lanterna, Ference oder Mustafa. Heute morgen beim Gießen hießen einige davon plötzlich anders. Jürgen zum Beispiel, Achim und Bernd, Reiner und Walter.

Und die Schrift? Eindeutig die meines Emils! Wenigstens hatte er nach einer ersten, vollkommen hysterischen Panikreaktion meinerseits sofort ein Einsehen mit meinem so gestressten Gärtnerherz, dass er mir umgehend die Legende verriet...

Darum, liebe Mitgärtner, versteckt Eure Stecketiketten und Folienstifte – wenn Ihr auf klangvollere Namen steht, als Achim und Bernd.

Dienstag, 19. März 2013

Winterflucht in den Schweizer Frühling - Giardina I


Wenn der Berliner Winter so bitter kalt daherkommt wie in diesem Jahr, hilft nur eins: Flucht. Flucht an einen Ort, der eigentlich für seinen Winter berühmt ist, sich mir aber am letzten Wochenende frühlingshafter präsentierte als meine Stadt in diesem Jahr wohl jemals sein wird –  Zürich.

Da Petrus mir in den vergangenen Wochen nicht gerade wohl gesonnen war, versuchte ich es also mit der Glücksfee. Und gewann zwei Eintrittskarten für die Giardina. Liebe Carmen vom Schweizergarten, hab nochmals ganz herzlichen Dank dafür!

Und wenn ich nun schon mal zwei Billette gewinne, kann ich doch auch gleich meine Lieblings-Mit-Gärtnerin mitnehmen, oodrrr? Gedacht, getan – und so flogen Annette vom Gartenglück und Dagmar Parzelle ganz standesgemäß mit der Edelweiß Air zur großen Schweizer Gartenmesse – was für eine Freude!

Das Motto „Leben im Garten“ klang vielversprechend, schließlich ist es das, was ich am liebsten tue (falls es jemals wieder Sommer wird). Auf mehrere Hallen verteilt erwarteten uns liebevoll gestaltete Themengärten, durchgestylte Gartenecken, farbenprächtig gedeckte Gartentische und üppige Blumengestecke. Wir waren fasziniert von blühenden Pflanzkombinationen, die es in der Natur so nie gäbe, entdeckten neue Gartenbücher und bewunderten total praktische Gartenschürzen und Gummistiefel.

Gewünscht hätte ich mir ein etwas ausgewogeneres Verhältnis zwischen der Anzahl von riesigen, beleuchteten Whirlpools, glänzenden Gartengeräten sowie neuesten Gartenmöbeln auf den oberen und den wirklich schönen Themengärten und lebendigen Gartenszenen in der untersten Ebene. Hiervon hätte ich gerne mehr bestaunt und mir Ideen für meinen eigenen Garten abgeschaut. Doch die Reise war sie allemal Wert, die Giardina 2013!

Danke, liebe Carmen, für den Gewinn und Dir, liebe Annette, für die wundervolle Zeit!


Moosgarten mit Kirschbäumen - sagenhaft




Urban Gardening - Platz ist auf dem kleinsten Balkon


Japansegge und Christrosen blühen gemeinsam.
Friedliche Koexistenz von Winter und Sommer

Mit dem nächsten Post gibt es dann ein paar Blümchenbilder.


Sonntag, 10. März 2013

Fundstücke


Während mir letzten Sonntag noch bei frühlingshaften Temperaturen die Sonne ins Gesicht schien und ich vor lauter Übermut die ersten Grabungen in den Beeten vornahm, zeigte sich die Parzelle heute morgen im feinsten Winterkleid. Ganze zehn Zentimeter Neuschnee und minus sechs Grad dämpfen nun wirklich jegliche Frühlingsgefühle!

Nur gut, dass ich meine Fundstücke noch vor der sibirischen Überraschung in die heimische Küche verfrachtet und meinem Emil ein köstliches Mahl bereitet habe. Schwarzwurzel-Gemüse, die ersten neuen Kartoffeln und Schnitzelbeilage. Und schon konnte ich auch mit ihm reden wegen des geplanten Hochbeets. Denn ohne meinen Emil bräuchte ich tatsächlich etwas länger dafür...

Schwer beeindruckt war ich wieder mal von den Schwarzwurzeln, schließlich waren sie immer dann, wenn ich sie ausbuddeln wollte, eingefroren. Der mehrmalige Frost hat ihnen aber nichts anhaben können – im Gegenteil. Zart waren sie und etwas schmaler als im letzten Jahr. So gut, dass wir beschlossen haben, in diesem Sommer die doppelte Menge anzubauen.


Total vergessen im Boden hatte ich offenbar die Schalotte, die im Gegensatz zu den nicht vergessenen keinerlei Zwiebelfliegenfraß zeigte und deren Kinder so direkt wieder als Steck-Schalotten dienen werden! Dass sich die französische Lady überhaupt nicht vom Frost beeindrucken ließ, hat mich ziemlich überrascht.


Fall jemand von Euch die Lady auf dem oberen Foto erkennt – bitte nennt mir doch ihren Namen! Ich bekam sie geschenkt als Wunderblume. Das ist aber bestimmt nicht ihr richtiger Name. Aus der alpenveilchenähnlichen Wurzel treibt sie (übrigens auch gerne direkt in der dunklen Samenkiste) herzförmige, 10 – 15 cm große, dunkelgrüne Blätter und eine einzelne, Calla-artige, weiße Blüte mit braunen Streifen. Leider habe ich kein Foto davon. 




Sonntag, 3. März 2013

Die Gartensaison ist eröffnet


Es ist März, und es ist Frühling! Ich hatte heute zum ersten Mal wieder Erde unter den Fingernägeln, hielt die Nase in die Sonne, die Meisen flatterten mir um die Ohren – endlich!

Die Parzelle präsentiert sich dieses Jahr nicht ganz so zerrupft wie nach dem letzten Winter. Zwar gibt es bei uns nach wie vor nur den einen Krokus, dafür aber haben die beiden Schneeglöckchen vom letzten Jahr ganze vier Kinder hingekriegt. Das lässt doch hoffen!

Die Stauden wagen einen ersten zaghaften Vorstoß, der Rhabarber setzt schon ordentlich an, einige Tulpen und sogar der erste Allium zeigen, dass sie noch da sind. Und damit erkläre ich unsere diesjährige Gartensaison als eröffnet.





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