Sonntag, 26. August 2012

Gefüllte Zucchini


Wohlweislich habe ich immer nur eine Zucchinipflanze im Gärtchen. Soll die Sommerkost der Familie nicht ausschließlich daraus bestehen, reicht das völlig aus – und dennoch produziert die Kletterzucchini dieses Jahr drauf los, als gäbe es kein Morgen.

Auch bei Familie Pelle/Parzelle löst das Mädchengemüse nicht immer Beifallsstürme aus. Ich gebe mich aber durchaus schon mit mitessender Duldung zufrieden. Und solange ich für ordentlich Fleisch nebenher sorge, läuft das ganz zur Zufriedenheit der Gärtnerin.

Und wie geht es Euch? Mit welchen Zucchini-Zubereitungs-Coups schleicht Ihr Euch in die Herzen Eurer Familien? Lasst uns doch gemeinsam sammeln. Ich freue mich über Eure Kommentare!


Hier schon mal mein Erfolgsrezept:
Zutaten:
500 g gemischtes Hackfleisch
1-2 Knoblauchzehen
1 große Zwiebel
4 Zucchini a 300 g
300 g Tomaten
1 TL Oregano
1 TL Thymian
1 TL frisch gemahlener Pfeffer
1 ½ TL Salz
2 TL Zucker
1 EL Tomatenmark
50 g Gruyère Käse
½ Bund glatte Petersilie
Olivenöl
2-3 EL Semmelbrösel

Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden, halbieren, das Innere aushöhlen und zwei Drittel davon klein würfeln. Die Tomaten klein schneiden, Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken.


Das Hackfleisch in etwas Öl anbraten, Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und für 5 min schmoren. Dann die Tomaten und das kleingehackte Innere der Zucchini hinzufügen und nochmals 10 min vor  sich hin köcheln lassen. Das Tomatenmark in 3 EL Wasser anrühren und mit den restlichen Gewürzen in die Pfanne geben. Den Käse reiben und mit der Hälfte der gehackten Petersilie unter die Masse mischen – aber erst, wenn sie vom Herd genommen wurde.


Ein Blech einölen, die Zucchini darauf verteilen und mit der Hackmasse füllen. Die Semmelbrösel darüber verteilen, etwas Olivenöl darauf träufeln und ab geht die 40-minütige Reise in den auf 220 Grad vorgeheizten Backofen. 



Montag, 20. August 2012

Hochsommer

35 Grad, kein Wölkchen am Himmel, schlaffe Gärtnerinnenarme vom Gießkannenschleppen, reife Tomaten im Überfluss, der Duft von Äpfeln in der Luft, eigene Kartoffeln, üppige Dahlien und die ersten Blüten der Astern – es ist Hochsommer auf der Berliner Parzelle.

So gab es nur eins am Wochenende: Einmal quer durch die Beete futtern, die Sonne genießen, den Rasensprenger auf Dauerbetrieb stellen und ab mit den Füßen in Kübel mit kaltem Wasser.
So kann es weiter gehen!

Und sollte irgendjemand da draußen noch unversorgte Gemüse-Esser kennen, bitte schickt sie vorbei! 





Der Kerl mit dem unaussprechlichen Namen: Hokkaido Uchiki Kuri
Und immer wieder Tomaten - ein Hoch auf Philovita
Die kleine Gelbe aus dem Schweizer Garten
Quarta - die Dame mit den roten Augen
Erste Herbsthimbeeren
Die Astern blühen


Montag, 13. August 2012

Ernteglück


Ist der Mai kühl und nass, füllt’s dem Bauern Scheun’ und Fass. Mit kritischem Blick schaute die Gärtnerin im Wonnemonat auf’s Thermometer. Tröstete sich über das olle Wetter hinweg und hoffte auf eine reiche Ernte.
Nun bin ich zwar kein Bauer, sondern nur eine kleine Gärtnerin. Trotzdem macht es mir im Moment unendlich Freude, das geliebte Gemüse nun körbeweise nach Hause zu schleppen.

Am fettesten sind mal wieder die Tomaten. Obwohl ich sonst recht experimentierfreudig bin, probiere ich hier nicht mehr viel Neues aus. Schon vor Jahren habe ich mich auf meine Lieblingssorte eingeschossen – Philovita. Sie ist sehr resistent gegen die Kraut- und Braunfäule, die Früchte sind zuckersüß, platzen nicht und werden niemals mehlig. Eine schöne Überraschung ist die kleine Gelbe, die birnenförmig daher kommt. Das Saatgut bekam ich von Carmen aus dem Schweizer Garten – das Aroma ist die reine Wucht. An insgesamt fünf Trauben hängen jeweils 50 bis 80 Früchtchen. Ich bin schwer beeindruckt und sie bekommt von nun an einen festen Platz im Tomatenbeet. Danke, liebe Carmen! Trotz ihres vielversprechenden Namens bin ich mir noch unsicher, was die Agro F1 von Gärtner Pötschke angeht. Neben Unmengen an Kraut produziert sie zwar die eine oder andere schön anzusehende Frucht – dennoch fand ich erste Fäule-Anzeichen, obwohl sie resistent sein soll. So heißt es abwarten, was den Geschmack angeht.

Die Sprint-Gurke (ja, ich gebe zu, Namen beeindrucken mich) macht ihrem Namen alle Ehre. Mehr als 20 Stück konnte ich schon abschnippeln, und das von ganzen vier Pflänzchen. Erstmals auf meiner Parzelle wohnt die Blaue Hilde – eine Stangenbohne, die extrem gesund daherkommt und deren blaue Hülsten man im grünen Blätterdschungel nicht lange suchen muss. Auch sie darf wieder kommen, hat ihr Geschmack doch alle Mitesser überzeugt – und das kommt selten vor im Hause Pelle/Parzelle.
Und so futtern wir uns munter durch den Sommergarten, genießen und tanken Kraft für all die Herbstprojekte, die da kommen.

Philovita F1, immer gut drauf

Die Schweizer Tomate, irre, oder?

Agro F1, mal sehen

Zucchini Black Forest, klettert vor sich hin und produziert am laufenden Band

Farbspiel der Blauen Hilde

Apropos Blau: die erste Aubergine

Glockenpaprika

Geballtes Glück

Der Gemüsegarten im August


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