Samstag, 9. Juni 2012

Hollerblütensirup



Meine Bloggerfreundin, die Teichrose von Jungfer im Grünen, hatte mich mit ihrem Rezept für Waldmeistersirup verführt. Obwohl ich die Mengen gleich verdoppelt hatte, reichte das köstliche Gebräu gerade mal ein paar Wochen. Aufgegossen mit Sprudelwasser, Prosecco oder wie Emil es am besten fand – unverdünnt mit ein wenig Wodka – in jedem Falle ein Genuss!

Nun stecken meine Waldmeisterbestände noch in den Kinderschuhen. Auch wollte ich sie nicht komplett abernten. Auf Sirup aus dem Garten will ich jedoch nicht mehr verzichten. Also musste ich auf andere Gewächse ausweichen. Ich habe mich für Holunderblüten entschieden.

Ich musste sehr lachen, als ich beim Sammeln der Blüten die gleiche Erfahrung wie Sisah aus dem Garten im Fließtal machte. Denn offenbar hatten vor mir noch viele andere diese Idee. Und ich fand genau wie Sisah Trampelpfade und abgegraste untere Zweige vor. Doch die Holunderbestände der Umgebung konnten der hohen Nachfrage trotzen und ich fand einen noch unberührten Busch.

Ich habe das Waldmeistersiruprezept der Teichrose auf den Holunder adaptiert und die Mengen etwas angepasst. Hier ist es:

4 Liter Wasser mit 2 kg Zucker mischen, zum Kochen bringen und etwa 10 min kochen lassen. Nach kurzer Abkühlung 50 Holunderblüten und zwei in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen sowie 2 ebenfalls in Scheiben geschnittene Limetten hinein geben. Das Ganze bei Zimmertemperatur 2 Tage ziehen lassen. Zu guter Letzt die Blüten und die Zitrone entfernen, den Sirup nochmals aufkochen, durch ein Baumwolltuch abseihen und noch heiß in frisch ausgespülte Flaschen geben.


Und nun bin ich gespannt, wie lange der Sirup dieses Mal reicht. Ich werde berichten.





Kommentare:

  1. Liebe Dagmar,

    ich würde auch gern Waldmeistersirup kochen. Weißt Du, wie lange man ihn ernten kann oder darf? Mein Busch ist doch recht gut gewachsen udn eine andere Verwendung finde ich noch nicht.
    Lg,
    Ina

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    1. Hi Ina, ich bin zwar nicht Dagmar, aber ich kann dir die Antwort auch geben.
      Waldmeister sollte nur vor der Blüte geerntet werden, danach ist der Geschmack nicht mehr sehr intensiv und es lohnt nicht mehr.
      Und wichtig, immer etwas antrocknen lassen und nie frisch verwenden, denn nur angetrocknet entfaltete er sein ganzes Aroma.
      LG Susi

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    2. Halo Ihr Beiden,
      ich habe auch gelesen, dass man ihn ruhig mit Blüten ernten kann, ihn dann aber etwas kürzer ziehen lassen soll. Meiner war auch schon in Blüte, ich habe die Stängel deshalb nach etwa 12 Stunden entfernt. Der Geschmack ist trotzdem ganz passabel!

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    3. Ah, gut zu wissen, danke Dagmar!

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  2. Sehr schön, Holundersirup mach ich auch immer, ist noch besser als Waldmeister :)
    Mit dem Wodka, das muss ich auch mal testen, prima Idee!
    Prost und liebe Grüße
    von der Teichrose

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  3. Lecker, lecker liebe Dagmar!
    Heuer hab ichs nicht mehr geschafft vor der Blüte, aber nächstes Jahr gehts dem Waldmeister auch bei mir an den Kragen. Bin schon gespannt auf den Geschmack. Kenn ihn nur von Brausepulver...

    Holundersirup hab ich auch wieder gekocht, Nachschub muss jedes Jahr sein, sogar Holunderbütenlikör hab ich zubereitet, der ist aber erst nach einer Reifezeit von 6 Wochen fertig. Und Rosenlikör und Rosengelee und, und, und....
    es gibt viel zu tun, packen wirs an! :-)

    Liebe Grüße an dich,
    Susi

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  4. Das klingt aber sehr lecker. Vielleicht hole ich mir für das kommende Jahr auch ein paar Pflanzen in den Garten, welche ich für Sirup benützen könnte.

    lg kathrin

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    1. Liebe Kathrin,
      es schmeckt wirklich wunderbar sommerlich! Ich habe mir mangels eigener Holunderbüsche auch die Stadtbäume vorgenommen am Park =)
      Liebe Grüße, Dagmar

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  5. Sensationell, ich hab das noch nie selber gemacht, es schmeckt sehr lecker, es kann aber auch kippen, ich hab mal eine Flasche bekommen,die war nicht genießbar.

    Sigrun

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    1. Liebe Sigrun,
      oh, da muss ich wohl aufpassen! Aber es schmeckt so herrlich, lange werden die paar Fläschchen eh nicht nicht halten... =)
      Liebe Grüße, Dagmar

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