Sonntag, 22. April 2012

NYC - Garten unter der Brooklyn Bridge


Als ich die alte Lady vor fünf Jahren das erste Mal besucht habe, war es um mich geschehen. Die Brooklyn Bridge ist für mich ein magischer Ort. Riesige gotische Brückenpfeiler aus Stein ragen wie Stadttore aus dem Eastriver. Dazwischen sind unzählige dicke Stahlseile gespannt, die nicht minder Eindruck machen.

Die Brücke verbindet die beiden Stadtteile Manhattan und Brooklyn. Als Fußgänger schaut man auf die jeweils mehrspurigen Fahrbahnen hinab und staunt, wie unbeeindruckt die alte Dame das Scheppern und den tosenden Verkehr des heutigen New Yorks wegsteckt.

Sie wurde 1883 nach 16-jähriger Bauzeit fertig gestellt, kostete selbst ihrem Baumeister das Leben und ist noch immer DIE Ader der Stadt. Obwohl sie – wie fast alles in Amerika – monströs daherkommt, wirkt sie gleichzeitig sehr filigran. Bei Sonnenschein wirft jeder einzelne Stein einen Schatten – man kann gar nicht anders, als sie aus jeder denkbaren Perspektive zu fotografieren. Außerdem hat man von hier aus den schönsten Blick auf die Skyline von Manhattan.

Bei meinem nächsten Besuch wird sie mich noch magischer anziehen, muss ich doch nach dem kleinen Gärtchen schauen, das ich direkt an ihrem Fuße auf der Brooklyn-Seite entdeckt habe. Ein paar Stufen mit alten Rosen-Kübeln weisen den Weg in einen verträumten Garten mit alten Rosenstöcken, Laube und verborgenen Sitzplätzen. Umgestülpte Blumentöpfe stehen so bereit, als sollen sie jeden Moment gefüllt werden. Der Garten macht den Eindruck, als sei er mindestens so alt wie Brücke selbst, wurde aber tatsächlich erst von einigen Jahren angelegt und gehört zum Riverside-Café.

Das Gärtchen 

Blick von der Manhattan Bridge auf die Brooklyn Bridge -
ganz unten links ein neu gebautes Kinderkarussel

Blick auf die Skyline und die neu gestalteten, grünen Ufer

Jeder, wirklich jeder Flecken Erde ist begrünt

Typische Häuserzeile in Brooklyn mit Vorgärten

Blick durch's Tor

Bürgerinitiativen zur Begrünung des eigenen Vorgartens und der
städtischen Grünflächen gibt es zuhauf

Kommentare:

  1. Das sind tolle Impressionen. New York ist einfach eine Reise wert! Das Gärtchen unter der Brücke sieht sehr malerisch aus, man erwartet dort so etwas überhaupt nicht.

    lg kathrin

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    1. Ja, genau diese Gegensätze haben mich so sehr fasziniert! Es war ein wundervoller Ort.
      LG
      Dagmar

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  2. Vor ein paar Wochen hatte ich zufällig einen Film im Fernsehen gesehen über die grüne Seite NYC, der mich sehr begeistert hatte, so dass ich dachte...da muss ich auch mal hin....und und jetzt lese ich, dass Du schon mehrmals dort warst! Klasse, dass du dann auch deine Sicht auf die Gärten und das Grün der Stadt zeigst. Beim Suchen nach dem Namen des Gartengestalters des High Lane- Parks bin ich auf das passende Blog gestoßen: Very interesting: http://www.thehighline.org/
    Irgendwie hatte ich im Hinterkopf, dass bei der Gestaltung auch Piet Oudolf mitgemischt hatte, konnte aber nichts näheres darüber finden.
    Was hast du denn für Ideen für eure Parzelle mitgebracht?
    Wundervolle Fotos!!!
    LG
    Sisah

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  3. Liebe Sisah, Du musst da unbedingt mal hin! NYC ist eine ungeheuer schöne Stadt mit vielen Facetten. Und wie gesagt eine der grünsten, die ich kenne - was man ja so nicht vermutet! Ich war jeweils über Ostern dort, im Sommer würde ich es wegen Hitze und Gestank vermeiden, im Frühling ist alles so sauber und einfach nur bezaubernd.
    Für die Parzelle gilt im nächsten Jahr: kein square meter without tulips - genauso wie NY! =) Und ich habe meine Abneigung gegen Ziersträucher kuriert, die mich dort doch sehr fasziniert haben - ist doch was, oder?
    LG
    Dagmar

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  4. Enjoyed finding your blog today. Interesting subjects. Hope to be back. jack

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