Samstag, 17. März 2012

Amputation

Suchbild! Was hat Bild Eins was Bild Zwei nicht hat?

Bild 1 - war sie nicht perfekt? 
Bild 2 - nach der langen OP, mit Ziegelsteinen zum Befestigen des
Pflasters und die ollen Plastikkisten sind auch noch im Bild...

Richtig, einen Schornstein! Den darf ein Läubchen nämlich nicht haben, es sei denn, er wird regelmäßig vom Schornsteinfeger gekehrt. Unseren Vorpächtern war das nicht wichtig und damit bekamen wir vor eineinhalb Jahren bei Parzellenübernahme die Auflage, ihn zu entfernen. Genauso lange haben wir uns nun gewehrt, es half jedoch alles nichts. Die Esse musste runter vom Dach – oder um es in Kleingärtnerdeutsch auszudrücken: Der Schornstein wurde bis zur Dachunterkante abgetragen.

Ein wenig amputiert sieht sie nun aus, unsere Laube. Wir haben ihr aber ein schickes Pflaster aufs Dach geklebt und hoffen, dass sie es uns nicht übel nimmt und dem Regen weiterhin trotzt. Immerhin gibt es nun keine weiteren Auflagen mehr, wir haben alles brav abgearbeitet. Ab jetzt machen wir nur noch das, was wir wollen!

Dennoch: Der erste richtige Frühlingstag in diesem Jahr war wundervoll und bot ganz neue Perspektiven...





Freitag, 9. März 2012

Vom Frühling besessen

Ich habe mich ja daran gewöhnt, dass ich als Gärtnerin von Nicht-Gärtnern komisch beäugt werde. Ein befremdliches Lächeln über den Gartenzaun ist da noch die mildeste Form. Wischende Handbewegungen vor der Stirn oder laute „Häh?“-Bekundungen wurden ebenfalls schon häufig dokumentiert. 


Für mich ist das alles überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil. Es macht mich nur härter und wappnet mich für die jährlich im Frühjahr wiederkehrende Frage meines Emils, ob denn noch alles bei mir in Ordnung sei. Dabei schaut er mich an, blickt kurz über meine Schulter in Richtung meines Schreibtisches, checkt kurz die Lage, zweifelt... „Ja“, sage ich dann ganz laut und komme somit weiteren Fragen zuvor.

Dabei weiß ich gar nicht, was er hat! Kein Ort in unserer Wohnung ist so gut geeignet als Anzuchtstation, wie mein Schreibtisch! Er bietet all meinen baldigen Parzellenmitbewohnern Platz, steht unterm Südseiten-Dachfenster, sorgt nach Sonnenuntergang sogar für Kunstlicht – da kann man schon mal vorübergehend auf die eigentliche Bestimmung verzichten! Spätestens nach den Eisheiligen kommen eh alle Pflänzlein in die Erde, dann ist hier wieder alles schick.

Dennoch bin ich froh, dass nun all meine Tomaten-, Paprika- und Auberginensamen zu Pflänzchen geworden sind, dann brauchen sie nämlich keine Fußwärme mehr. Eine Extraportion davon bekamen sie bislang immer abends, wenn ich mein geliebtes MacBook – ein Geschenk meines Emils (ist der nicht toll?) – ausschaltete. Wäre doch Verschwendung, die Restwärme einfach verpuffen zu lassen, oder?
Na gut, ich geb’s ja zu. Ein wenig komisch mag das schon sein.


Perfekt, oder?

Deshalb frage ich Euch, liebe Blogger-Gemeinde, macht Euch der Frühling auch etwas sonderbar? 
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