Sonntag, 4. Dezember 2011

Cyntia Barcomis Zimtschnecken

Jetzt ist er doch da, der November, und das mitten im Dezember. Auch das letzte Blatt ist vom Baum gepustet, das Auge hat freie Sicht auf alles Grau. Es ist also Zeit, dem Novemberblues, der gar keiner mehr ist, mit winterlichem Backwerk den Kampf anzusagen. Ganz wichtig dabei sind für mich duftende Gewürze, allen voran Zimt. Und deshalb gab es heute im Hause Pelle/Parzelle Cinnamon Rolls, gebacken nach einem Rezept von Cyntia Barcomi (aus Cyntia Barcomis Backbuch). Ich kenne die New Yorkerin durch ihre beiden Cafés in Berlin und ihre Backbücher. Ganz selten tritt sie auch gelegentlich mit ihrer Freundin, der Entertainerin Gayle Tufts auf – eine wundervolle Kombi! 

Ich mag die amerikanische Art zu backen sehr. Hier werden trockene und flüssige Zutaten jeweils gemischt und dann zusammengeführt. Die häufig ungewöhnliche Kombination von Gewürzen und Zutaten finde ich umwerfend. Hier zum Beispiel wird der Hefeteig durch Kartoffelpüree und Buttermilch unglaublich luftig.

Trockene Zutaten
650 g Mehl
35 g Zucker
¾ TL Salz
40 g Rosinen
¾ Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe

Flüssige Zutaten
125 ml Kartoffelpüree (dazu 1 mittlere Kartoffel weich kochen und noch warm mit der Gabel zerdrücken)
60 g weiche Butter
1 großes Ei
125 ml Milch, Zimmertemperatur
125 ml Buttermilch, Zimmertemperatur

Füllung
2 EL Sirup (Grafschafter Goldsaft)
60 g Butter
1 EL Zimt
4 EL Zucker

Glasur
1 EL Milch
70 g Puderzucker

Für den Teig die weiche Butter zu den zerdrückten Kartoffeln zufügen, solange diese noch warm sind. Eier, Milch und Buttermilch dazugeben. Die beiden Milchsorten sollten wirklich maximal lauwarm sein, mehr Hitze würde die Hefe töten. Hefe in die Mischung hineinbröckeln und gut verrühren.

Alle trockenen Zutaten samt Rosinen in einer großen Rührschüssel vermischen. Dann die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben. Alles mit dem Handmixer (Knethaken) gut verrühren, dann kurz auf der Arbeitsplatte kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. Ich benutze hierzu meine Kitchenaid und lasse alles etwa 5 min auf Stufe 2 kneten – damit spare ich mir das extra Kneten.

Den Teig in eine Schüssel geben, mit einem Geschirrtuch abdecken und eine Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Die Füllung
Sirup und Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Währenddessen Zimt und Zucker mischen. Boden und Seiten einer Springform einfetten.

Den Teig aus der Schüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen, platt drücken und 2 cm dick ausrollen, so dass ein Rechteck von ca. 40 cm Länge und 30 cm Breite entsteht.

Den Teig mit dem Buttersirup einpinseln, am Rand ca. 1 cm frei lassen. Den Zimtzucker mit einem großen Löffel darüber verteilen.

Nun den Teig der Länge nach fest aufrollen wie einen Teppich. Mit einem sehr scharfen Messer 3 – 4 cm dicke Scheiben abschneiden und hochkant, dicht nebeneinander in die Springform stellen. Der Platz sollte gerade so für alle Scheiben ausreichen.

Die Schnecken nochmals 30 min gehen lassen. In dieser Zeit den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Dann in den Ofen geben und ca. 35 min backen.

20 min abkühlen lassen und aus der Form nehmen.

Mit der Glasur (Milch und Puderzucker verrührt) beträufeln.





Kommentare:

  1. Hmmm wie lecker, was du alles so machst...ich bin viel zu faul zum Backen und wenn ich dann mal gebacken habe wird s nicht alle, weil die Familie so klein ist und das Wochenende zu kurz... Liebe Grüße von Annette mit dem Winterblues ;-)

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  2. Ohhhhh, da bekomme ich richtige Backlust. Und dabei bin ich eher ein Backmuffel. Sieht klasse aus.
    Hier bei dir werde ich von nun an häufiger vorbei schauen.

    Liebe Grüße in den "Novemberblues"
    Jo

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  3. Ich habe mich am Wochenende auch ständig versprochen und von Novemberwetter geredet, dabei ist schon Dezember. Dein Backwerk sieht himmlisch aus!
    VG
    Elke

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  4. Oh whow, das sieht aber oooooooberlecker aus, toll :)

    Lg Sandra

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  5. Das sieht seeehr gut aus - und mit Kartoffelpüree, da kenne ich sonst nur Brot. Interessant, ich bin ein großer Freudn von Schnecken, nur den Stollen, den hab ich in diesem Jahr versaut, er ist - war - ungenießbar.

    Sigrun

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  6. Liebe Dagmar, mit den Schnecken könnt sogar ich ich anfreunden :-)

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  7. Ich würde auch gerne mal wieder backen, aber im Moment fehlt mir die dazu passende Küche :) Hoffentlich ändert sich das bald wieder, denn ich habe noch einiges an Ziehfett im Kühlschrank, dass ich verbrauchen muss. Außerdem ist es ein schöner Zeitvertreib.

    lg kathrin

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  8. Liebe Dagmar Parzelle,
    dein frischer Blog hat mich begeistert! Beeindruckt hat mich auch, was für eine Fülle von Blumen und Gemüse sich auf 400m² finden können. Dass ihr die Laube wie anno dazumal instandsetzt, gehört besonders gelobt. Dafür muss man zwar ein wenig tiefer in die Tasche greifen, aber schöner und authentischer ist es allemal.

    Ich lass mich gerne von deiner Freude anstecken undwerde öfter mal vorbeischauen!

    Liebe Grüße,
    Christiane aus dem Gartl

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  9. Vielen Dank für ds tolle Rezept... werde ich für unsere Gäste als Nachtisch an Silvester machen... <3

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