Montag, 5. September 2011

Hätte...

... ich gewusst, dass es zum Leben einer Gärtnerin gehört, unzählige Nächte apfelmuskochenderweise am Herd zu verbringen, bevor ich mein Gärtchen besaß? Dass ich aus Mangel an geeigneten Gläsern und Gefäßen die Supermärkte abklappere und mich freue wie ein König, wenn ich noch welche ergattere? Hätte mich all das davon abgehalten, mich in genau diese alte Laube mit den vier riesigen Apfelbäumen zu vergucken?
Wohl kaum! 

Hätten die Millionen fieser Apfelwickler vielleicht ein klein wenig Milde walten lassen, hätte ich es gehalten wie Anja vom kleinen Horrorgarten. Kofferraum auf, Äpfel rein, zur Mosterei – einmal Apfelsaft für die nächsten 50 Jahre. Doch allein der Gedanke, dass in jedem, wirklich jedem Apfel so ein Fiesling steckt, werde er nun gekocht oder nicht, hielt mich davon ab. Also gab’s nur eins: Schälen, schnitzen und rein mit dem Zauberstab. Deshalb gibt es jetzt im Hause Pelle/Parzelle Apfelmus für alle. Das Ergebnis: zwanzig Gläser, fünf riesige leergegessene Schüsseln – und der Zimt ist auch alle.

Den Wicklern sage ich im nächsten Jahr den Kampf an. Schließlich will ich den Pomologen aufsuchen und fragen, welche Schätze ich beherberge. Wäre ja blöd, wenn der Wickler ihm dann einen Guten Tag wünscht. Bis dahin bedanke mich sehr herzlich bei den Anlegern meines Gärtchens, die die vier Bäume vor fünfzig Jahren so erzogen haben, dass immer nur zwei pro Jahr tragen. Die anderen beiden holen tief Luft und rüsten sich für das nächste Jahr.

Da steht er nun und duftet


Fünf von 500
Wenn allerdings dann die geschundenen Gärtnerinnen-Hände solche Schätzchen aus dem Briefkasten fischen, freut sich die Seele! Liebe Gesine, ich danke Dir von ganzem Herzen und halte Dich bloggenderweise auf dem Laufenden über Aufzucht und Hege!

Samen aus Seepferds weißem Garten! Danke, Gesine!

Kommentare:

  1. Liebe Dagmar,
    deine Äpfel sehe haargenau so aus wie unsere. Wie können Pomologen die Dinger bloß unterscheiden. Vielleicht bin ich heute abend schlauer. Ich wandere heute mit einer Freundin auf dem Apfelweg von Leverkusen ins Bergische Land (mit einem Apfel im Gepäck, falls uns ein Pomologe begegnet...).
    Liebe Grüße von Anja aus dem kleinen horrorgarten

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Dagmar,
    ich freu mich schon auf deine Berichte!
    Übrigens duftet die Rosen-Briefmarke, wenn man über sie streicht, musst du mal versuchen :-)

    Ich kann mich übrigens nach wie vor mit Einkochen und anderen Formen der Konservierung nicht anfreunden, bin ich dann überhaupt eine richtige Schrebergärtnerin!? :-(
    Anjas Saft-Aktion allerdings finde ich Klasse!
    LG
    Gesine

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Dagmar, wenn man alles vorher wüsste....:-)
    Aber ich höre aus jedem deiner Worte die große Freude über den Garten und das Ernten und Einkochen heraus - ihr könnt riesig stolz sein auf das, was ihr da im 1. Jahr geleistet und geerntet habt .....und das auch noch bei diesem schlechten Sommer! Ganz liebe Grüße Eva

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Dagmar,

    ja ein Eigener Garten macht viel viel Arbeit aber wie du auch selber sicher erfahren hast fuer dich ist es auch entspannung schoene Stunden.Und!!!!Alles BIO.Keine Angst vor Schadstoffen haben muessen.Das its doch ein Gewinn.


    GLG Conny

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Dagmar,
    ja, wem sagst du das... Habe schon zweimal Apfelgeleekochen hinter mir. Mit Zieräpfeln ist das noch viel schlimmer. ;-)
    VG
    Elke

    AntwortenLöschen
  6. Da hast du aber Glück, mit deinen Äpfeln, zumindest Apfelmus für eine Kompanie kannst du herstellen. Ich hatte exakt EINEN Apfel am Lieblingsapfelbaum und den habe ich zu zeitig gepflückt, um ihn zu verspeisen- er war noch sauer ;-( Liebe Grüße Annette

    AntwortenLöschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...